Sonntag, Juli 23, 2017

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Kleinbasel

Ab dem 25. Juli verbreitet das IMFLUSS-Festival im sommerlichen Basel während drei Wochen ein mediterranes Flair. Das «Floss» ist eine schwimmende Bühne mit Segel. Zwischen ihr und dem Publikum fliesst nur der Rhein – immer in Bewegung. Musikalisch wartet das Festival erneut mit 17 handverlesenen Bands aus dem In- und Ausland auf und begeistert so die Besucherinnen und Besucher, die an der Rheinpromenade Abend für Abend ein stimmungsvolles Fest feiern.

Los geht es am 25. Juli mit der deutschen Band «Element of Crime» mit ihrer kauzigen und verspielten Musik, gekennzeichnet von einer eigenartigen Kargheit. Einen Tag später (26. Juli) kommen zwei ungestüme Musikmenschen aus Australien auf die Bühne. Sie heissen Jamie Macdowell & Tom Thum und spielen Songs verschiedener Stilrichtungen. Die «Glenn Kaiser Band», ein Urgestein der christlichen Rockmusik aus den USA und stark vom Blues geprägt, spielt am 27. Juli. Tags darauf macht das Floss einen Abstecher zum modernem Rock, von Sixties- und Seventies-Stilistiken inspiriert: «Pablo Infernal», vier junge Zürcher, geben ihr Konzert am 28. Juli. Und «Lola Marsh», die Indie-Pop-Band aus Israel, kommt am 29. Juli aufs Floss. 

Schweizer Pop am 31. Juli

Als Einstimmung auf den Nationalfeiertag hat das IMFLUSS-Team natürlich einen Schweizer gebucht: Es ist Ritschi, der am 31. Juli schöne Kostproben gibt aus seinem Repertoire von Dialekt-Pop. Ein Bläserorkan, treibende Rhythmen, groovy, sexy – das sind Rosarie Smowing (1. August). Am 2. August kommt dann ein ganz Grosser nach Basel, nämlich der italienische Sänger Pippo Pollina mit lyrischen Balladen, politischen Protestgesängen sowie jazzigen und rockigen Stücken.

Eine massive Brecherwelle aus Blasmusik rollt am 3. August über das Floss. «Traktorkestar» heisst diese eindrückliche Schweizer Band, zwölf Mann stark und entsprechend laut mit Blasmusik zwischen Stadt und Land, zwischen Tradition und Moderne, zwischen Traktor und Orchester.

Das weitere Programm unter:
www.imfluss.ch

Beim Wachstum ist das Kleinbasel Spitze

  • Mittwoch, 19 Juli 2017 11:44

Die Statistiker rechnen damit, dass die Bevölkerung im Kanton Basel-Stadt weiter wächst. Ende 2016 wurden im Stadtkanton 198'000 Einwohner gezählt, bis im Jahr bis 2040 sollen es 214'000 sein, was einer Zunahme von acht Prozent entspricht. «Dieser Entwicklung liegt die Annahme zugrunde, dass Basel-Stadt als Kanton zum Wohnen und Arbeiten weiterhin attraktiv bleibt», teilen die Statistiker des Kantons mit. Sie gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Wohnraum weiter besteht und durch den Bau von neuen Wohnungen auch abgedeckt wird.

13 Prozent Plus im Kleinbasel

Wie ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt, findet nördlich des Rheins das stärkste Bevölkerungswachstum statt. Im Kleinbasel sagen die Statistiker einen Bevölkerungszuwachs von stattlichen 13 Prozent voraus; in Riehen und Bettingen wird mit einem Wachstum der Bevölkerung von rund neun Prozent gerechnet. Demgegenüber wächst Grossbasel-Ost bis 2040 um acht, Grossbasel-West «nur» um drei Prozent. Diese Zahlen entsprechen dem so genannten «mittleren Szenario», dem wahrscheinlichsten Fall in der Sprache der Statistiker. Die Zahl der über 65-Jährigen erhöht sich um 22 Prozent, wobei die Zahl der über 80-Jährigen um 44 Prozent wächst.

Mehr Kinder und Jugendliche 
Bis 2040 wird es aber auch mehr Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre geben, wie die Statistiker ausgerechnet haben: «Sollten die in den letzten Jahren gestiegenen Geburtenziffern weiterhin hoch bleiben, wird mit einem Anstieg von heute 33'000 auf 37 000 Kinder und Jugendliche gerechnet», schreibt das Statistische Amt. Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner im erwerbsfähigen Alter wird gemäss den Berechnungen bis 2040 nur leicht ansteigen, nämlich um drei Prozent.

Basel Tattoo versammelt weltbeste Musiker

  • Mittwoch, 19 Juli 2017 11:36

Erik Julliard, Trommelvirtuose und Basel Tattoo-Produzent, hat wiederum keine Mühen gescheut, um die weltbesten Formationen nach Basel zu holen. Erste Müsterchen der hochstehenden Militärmusik gab es am «Basel Tattoo in Concert» zu hören, das am Montagabend im Kongresszentrum der Messe Basel stattfand. Den Auftakt machte The Band of The King's Divison aus Grossbritannien – eine reine Blechmusik, gefolgt von der Dudelsackformation Drums&Pipes of the Cape Town Highlanders, begleitet von den OzScot-Highland-Tänzerinnen aus Australien. Nach der Pause heizte die Aus­tralian Army Band den Zuhörerinnen und Zuhörern ein, bevor die drei Formationen unter der Leitung von Major Christoph  Walter zum grossen Finale ansetzten. 

Garde von Donald Trump

Am Freitag, 21. Juli, steigt die Premiere des Basel Tattoo mit über 1 000 Mitwirkenden aus der ganzen Welt. Neben den erwähnten Australian Army Band und The Band of The King's Divison sorgen das Rekrutenspiel der Schweizer Armee und eine professionelle Feuerwehrmusik aus Paris für beste Unterhaltung mit vielen Showelementen. Echt stolz ist Julliard auf The United States Army Old Guard Fife and Drum Corps, die Garde des amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

Viel Überredungskunst war auch nötig, um das Reggimento Corrazieri aus Italien ans Basel Tattoo zu holen. Die Truppe, die eigentlich für die Sicherheit des italienischen Staatspräsidenten verantwortlich zeichnet, ist noch nie an einem Tattoo aufgetreten, zeigt in Basel aber nun eine sehenswerte Show mit Motorrädern und Pferden.

«Wir können auswählen. Viele Tattoos wollen uns engagieren», sagte Major Bjørnar Brække von der Garde des norwegischen Königs Harald V. «Für das Basel Tattoo zuzusagen, sei einfach gewesen. Die Norweger waren schon mehrmals am Basel Tattoo, denn es gehöre zu den besten der Welt – sowohl vom Niveau her wie auch von der Organsiation und Betreuung der Aktiven und von der Atmosphäre auf dem Kasernenareal. His Majesty The King's Guard Band and Drill Team aus Norwegen hält eine Überraschung bereit. «Wir singen ein norwegisches Volkslied», kündigt Brække an.

 

Gänsehaut in der Arena

Neben Blasmusikern der Spitzenklasse, präsidialen Tambouren und Pfeifern, königlichen Garden und staatsmännischen Eskorten treten auch leichtfüssige Tänzerinnen und präzisionsmarschierende Damen mit überraschenden Showelementen auf. Für die viel zitierte aber kaum beschreibbare Gänsehautatmosphäre sorgen die Massed Pipes and Drums mit ihren 200 Dudelsackspielern und Trommlern.

Im grossen Finale erleben die Zuschauerinnen und Zuschauer die Jodlerin Franziska Wigger mit heimatlichen Klängen. Und die Schweizer Sängerin Corinne Gfeller, die schon mit «Bligg» oder «Göla» auf der Bühne stand, wird stimmgewaltig, zusammen mit allen musikalischen Formationen, einen Welthit präsentieren. Das Arragement für das Finale hat Christoph Walter, Major bei der Schweizer Armee, geschrieben. Die Vorbereitung habe im März begonnen, danach seien die Noten an die Bands auf der ganzen Welt verschickt worden, sagte Walter, der musikalische Leiter des Basel Tattoo.

Es hat noch Tickets

Tickets für das Basel Tattoo 2017 sind noch erhältlich. «Die Auslastung liegt knapp über 80 Prozent», erklärte Julliard am letzten Dienstag. 

Zudem gab er für nächstes Jahr eine Änderung bekannt: Neu startet das Basel Tattoo jeweils um 21 Uhr statt wie bisher um 21.30 Uhr – dies aus Rücksicht auf Zuschauerinnen und Zuschauer, die nach dem Tattoo noch nach Hause fahren wollen. Der Vorverkauf für die Ausgabe 2018 läuft bereits: Nächstes Jahr geht das Basel Tattoo vom 18. Juli bis zum 28. Juli über die Bühne.

 

Lesen Sie die «Vogel Gryff»-Spezialausgabe zum Basel Tattoo hier:

 

www.vogelgryff.ch/files/Ausgaben-Archiv/2017/Basel_Tattoo_2017.pdf

 

www.baseltattoo.ch

 

 

Die Greifengasse und die Mittlere Brücke sind voll im Umbau. Versorgungsleitungen und Tramschienen werden erneuert, die Bauarbeiten dauern bis zum 13. August. Im Zuge der Sanierungen ändert sich das Strassenbild: Auf der Mittleren Brücke werden die Trottoirs um 40 Zentimeter verbreitert, in der Greifengasse die Randsteine um drei Zentimeter abgesenkt.

Velos auf den Trottoirs
Genau diese Absenkung könnte eine Gefahr darstellen, sagt Grossrat Beat Leuthardt (BastA!/Grünes Bündnis). Leuthardt befürchtet, dass die Velos verstärkt auf die Trottoirs ausweichen, wenn hohe Randsteine fehlen. Velofahrerinnen und Velofahrer würden gern auf ihr Vortrittsrecht pochen und einen auch mal mit Glockensignalen «in die Schranken» weisen, sagt Leuthardt, der als BVB-Tramchauffeur die Situation gut kennt.

Im Interesse der Sicherheit
Die Lösung könnte eine «Begegnungszone» in der Greifengasse sein. Damit würde die gesetzliche Grundlage geschaffen, dass Fussgängerinnen und Fussgänger gegenüber Velos, Bussen und Taxis Vortritt hätten. Das wäre «im Interesse der Verkehrssicherheit sowie aller Anliegergeschäfte, ja ganz allgemein im Interesse eines lebendigen und kundenfreundlichen Kleinbasels», sagt Leuthardt. «Begegnungszone» würde bedeuten, dass Fussgänger die Fahrbahn sicher überqueren können, sobald der Tramzug passiert hat. «Velos im Schlepptau des Trams müssen ihre Geschwindigkeit anpassen.» Im Zweifelsfall würde dies heissen, dass Velos im Schritttempo fahren müssen. Dies sei den Velofahrerinnen und Velofahrer zuzumuten, meint Leuthardt. In einem parlamentarischen Vorstoss fragt er die Regierung, ob die Einrichtung einer Begegnungszone schon per Ende der Erneuerungsarbeiten 2017/18 sei möglich, eventuell einstweilen auch bloss im Bereich der Überquerungen zwischen den Publikumsmagneten Manor und Migros? Die Antwort der Regierung steht noch aus.

Velodurchfahrt erhalten 
Für die Pro Velo beider Basel (PVbB) ist eine Begegnungszone in der Greifengasse durchaus denkbar, wie Geschäftsführer Roland Chrétien sagt. Bereits jetzt könne man als Velofahrer an vielen Stellen nicht davon ausgehen, dass man vortrittsberechtigt unterwegs sei; deshalb sei man gut beraten, gemütlich und mit Bremsbereitschaft zu fahren. Wer es eiliger habe, könne den Umweg via Sägergässlein-Teichgässlein oder Schafgässlein benutzen.

Direkte Linie durch die Stadt 

«Wichtig ist für uns in erster Linie, dass die Velodurchfahrt erhalten bleibt, weil es die direkte Linie durch die Stadt ist, die ja auch die Gegner des Velorings gefordert hatten», fährt Chrétien fort. Bei einer allfälligen Änderung des Regimes fordert Pro Velo beider Basel eine eindeutige Signalisation der Strasse. Auch der Umweg via Teichgässlein-Sägergässlein oder Schafgässlein müsse optimal gestaltet und klar signalisiert sein.

«Begrüssenswert»
André Auderset, Präsident der Interessengemeinschaft Kleinbasel (IGK), findet ist es «begrüssenswert, dass sich der Anzugsteller Gedanken zum Gedeihen des Basler Gewerbes macht». Es sei bezeichnend und sehr aussagekräftig, «dass sogar ein auf der äussersten Linken Politisierender eingestehen muss, dass ein grosser Teil der Velofahrenden ein sehr rüpelhaftes Verhalten gerade gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmern an den Tag legt.» Älteren oder in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen würde es in der Greifengasse wegen des unverantwortlichen Verhaltens gewisser Velofahrerinnen und Velofahrer alles andere als leicht gemacht, heil von einer Strassenseite auf die andere zu gelangen.

Vorstoss hat Tücken
«Der Vorstoss hat aber Tücken», schränkt Auderset sein. Es dürfte nicht immer und von allen nachvollziehbar sein, dass die Fussgänger immer Vortritt haben – ausser beim Tram. Im Gegensatz dazu hätten die ebenfalls in der Greifengasse verkehrenden BVB-Busse keinen Vortritt. «Das schafft Unsicherheiten, ganz abgesehen von den Schwierigkeiten, einen fahrplanmässigen Betrieb der Busse zu gewährleisten.»

Nicht auf dem Claraplatz
Auf keinen Fall dürfte die Begegnungszone auf den Claraplatz ausgeweitet werden, findet Auderset. «Durch Busse und Trams, die aus vier Richtungen auf den Platz einfahren, wird die Unsicherheit noch grösser.» Insgesamt findet er den Vorstoss gut gemeint, aber schwierig umsetzbar. Der Regierungsrat solle ruhig prüfen und berichten, was getan werden könnte. «Die Regierung hat schon dümmere Aufträge erhalten.»

Velofahrer auf dem Trottoir
«Völlig daneben» findet Auderset die Idee von Leuthardt, mit dem Einrichten einer Begegnungszone verhindern zu wollen, dass Velofahrerinnen stehende Trams über das Trottoir umfahren – wohl durch die Leute, die an der Haltestelle stehen. «Zur Bekämpfung eines derartigen Rowdietums braucht es keinen parlamentarischen Vorstoss, sondern ein kompromissloses Durchgreifen der Polizei!», stellt Auderset klar.

Appell an die Vernunft 
Der Kleinbasler Balz Herter, Präsident der CVP Basel-Stadt, hält wenig vom Vorstoss seines Grossratskollegen Beat Leuthardt. «Meiner Meinung nach besteht kein Bedarf für eine neue Begegnungszone in der Greifengasse.» Durch Begegnungszonen würde nur eine falsch verstandene Sicherheit entstehen, sagt Herter .«Das gibt den Leuten den Freipass, nach Lust und Laune und ohne Rücksicht auf Verluste auf die Strasse zu laufen.» Stattdessen appelliert Herter an die Vernunft aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer. «Gewisse Fussgänger laufen in der Innenstadt abrupt auf die Strasse, ohne vorher zu prüfen, ob sich ein Fahrzeug nähert, da sie das Gefühl haben, sie hätten Vortritt.»