Freitag, Oktober 20, 2017

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Im Hafen leben Reptilien in eigenen Burgen

Reptilien fühlen sich wohl zwischen den Gleisen. Reptilien fühlen sich wohl zwischen den Gleisen. Foto: zvg. Gateway Basel Nord.

Das Gelände des ehemaligen DB-Güterbahnhofs, auf dem das neue trimodale Güterterminal «Gateway Basel Nord» entstehen soll, liegt heute brach. Eine Vielzahl an Reptilien, Insekten und Schnecken hat sich auf dem trockenen und heissen Areal einen Lebensraum erschlossen. Auf den kargen, steinigen Böden wachsen auch viele Pflanzen.

Totholzhaufen, Steinplatten

Gateway Basel Nord vollzieht diesen Sommer so genannte «ökologische Vorabmassnahmen», um Lebensräume und Vernetzungsachsen für diese Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten. «Dazu errichten wir Totholzhaufen, pflanzen Strauchgruppen an, bauen ehemalige Zufahrten zurück, erstellen reptilienfreundliche Strassenrandabschlüsse und legen Steinlinsen und Steinplatten an», teilt Gateway Basel Nord mit. Steinlinsen und Steinplatten nehmen die Sonnenwärme rasch auf und speichern sie lange.

Reptilien, Schmetterlinge und viele andere Tieren nutzen sie gerne, um sich aufzuwärmen. Eine besondere Massnahme ist das Erstellen von 18 Reptilienburgen unter der Bodenoberfläche. Eine Reptilienburg besteht aus eine fünf mal fünf Meter grossen und 1.5 Meter tiefen Bodengrube. Am Grund liegt eine Kiesschicht, damit sich Regenwasser nicht aufstaut. Die Grube ist gefüllt mit Steinbrocken mit einem Durchmesser von 20 bis 40 Zentimeter und grobem Schotterkies. So entstehen im Innern Hohlräume, in die die Reptilien hineinschlüpfen können und geschützt sind.

Der Bau der Burgen beginnt am 26. Mai und dauert rund drei Wochen, wie Claudia Bracher Wolfensberger, Sprecherin von Gateway Basel Nord, ausführt. Eine Reptilienburg ist Rückzugsort, Tages- und Nachtversteck, Ruhe­platz, Sonnenplatz, Nahrungs- und Frassplatz, Paarungsplatz, Eiablegeplatz, Tummelplatz für Juvenile und Überwinterungsplatz für die hier lebenden Schlingnattern und Mauereidechsen.

Das schöne Leben bleibt
Was ist, wenn mal gebaut wird für den neuen Hafenterminal? Ist es dann vorbei mit dem schönen Leben für die Reptilien und die anderen Tiere und Pflanzen? «Nein», sagt Bracher. «Der Vernetzungskorridor wird auch später nicht überbaut. Damit wird sichergestellt, dass die  lebensraumvernetzende Funktion des Geländes auch zukünftig aufrecht erhalten wird.»

 

 

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