Sonntag, August 20, 2017

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«Die Oase Sportplatz Hörnli unbedingt erhalten»

Sandra Schwarz und Philipp Gallacchi helfen im OK des Hörnli-Cups mit. Sandra Schwarz und Philipp Gallacchi helfen im OK des Hörnli-Cups mit. Foto: Rolf Zenklusen

50 Jahre sind es her, seit der Turnverein St. Josef auf dem Sportplatz Hörnli den 1. Hörnli-Cup ausgetragen hat. Philipp Gallacchi (47), kaufmännischer Angestellter und Sandra Schwarz (52), Assistentin des Leiters Sportamt Basel-Stadt, gehören zum Organisationskomitee des 50. Hörnli-Cups. Im Interview blicken die beiden auf das halbe Jahrhundert zurück und erklären, warum es immer schwieriger wird, das Sportturnier am Leben zu erhalten.

 

Zum 50-Jahr-Jubiläum haben sie für den Hörnli-Cup vom 4. und 5. August ein besonderes Programm auf die Beine gestellt. Was erwartet die Besucherinnen und Besucher?

Philipp Gallacchi: Wir starten am Freitagabend um 18 Uhr mit dem Seniorenfaustballturnier, ab 20 Uhr spielt die Basler Kultband «Diefflieger» im regensicheren Festzelt. Am Samstag folgen das Fussball-, das Mixed-Volleyball- und Faustball-Turnier. Insgesamt sind rund 30 Mannschaften am Hörnli-Cup dabei.

 

Wie sieht das Unterhaltungsprogramm am Samstag aus?

Gallacchi: Am Samstag sorgen tagsüber die Mittwuchs-Band sowie ab 20 Uhr die Schloss-Buam für Unterhaltung. Zudem bieten wir Kubb an, auch Vikinger Schach genannt – ein Geschicklichkeitsspiel, das man mit der ganzen Familie spielen kann. Man kann sich spontan vor Ort melden und mitspielen. Für Kinder gibt es auch Attraktionen von den «Robi-Spiel-Aktionen».

Sandra Schwarz: Am Samstag wird um ca. 18.30 Uhr Rahmen der Rangverkündigung ein handsigniertes Originaldress von Roger Federer versteigert, das der Tennisstar am US-Masters 2014 getragen hat. Der Erlös aus der Versteigerung kommt der Roger Federer Foundation zugute, die Kinder und Bildungsprojekte im südlichen Afrika unterstützt. 

Gallacchi: Roger Federer hat früher übrigens mal in der Nähe des Friedhofs Hörnli gewohnt, seine Eltern waren Mitglieder im TV St. Josef. 
 

Erzählen Sie aus den Anfängen des Hörnli-Cups.

Gallacchi: An den Anfängen der Hörnli-Cups waren Nati-A-Mannschaften wie Pfadi Winterthur, RTV Basel und der ATV Basel-Stadt am Turnier dabei, auch der Bruder von Bundesrat Kurt Furgler hat hier Handball gespielt. Vielen Mannschaften diente der Hörnli-Cup als Vorbereitungsturnier für die Meisterschaft. Später wurde das Turnier mit Faust- und Volleyball ergänzt. Am Faustballturnier waren auch deutsche Bundesligisten dabei. Sie haben neben dem Sportplatz campiert.

 

Wie sieht die Zukunft des Turniers aus?

Gallacchi:Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger, das Turnier am Leben zu erhalten. Aber wir geben nicht auf und stellen jedes Jahr mit viel Herzblut und dank vielen persönlichen Kontakten ein Turnier auf die Beine. Wichtig ist dabei auch der gesellschaftliche Aspekt: Der Hörnli-Cup ist ein wichtiger Treffpunkt für Jung und Alt.

Schwarz: Früher hatte das Turnier einen viel höheren Stellenwert. Einige Familien haben sogar ihre Sommerferien unterbrochen, um am Hörnli-Cup dabei zu sein. Heute herrscht ein anderer Zeitgeist.

 

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen?

Gallacchi:Einerseits ist es schwierig, genügend Mannschaften zum Mitmachen zu bewegen. Andererseits läuft der Pachtvertrag der Sportplatz Genossenschaft Hörnli mit dem Kanton Basel-Stadt im Jahr 2019 aus. Wie es weitergeht, ist offen. Wir möchten aber unbedingt, dass der Platz weiterhin dem Breitensport dient. Der Sportplatz ist eine Oase, die wir unbedingt erhalten wollen.

 

Sie mussten sich ja bereits früher gegen Übernahmen wehren.

Gallacchi:Ja, der FC Basel wollte auf dem Sportplatz Hörnli einmal einen Trainingscampus einrichten. Dagegen haben wir uns erfolgreich gewehrt. Heute wird der Platz vor allem von den Turnvereinen St. Josef und St. Clara sowie vom Fussballclub BCO Alemannia genutzt.

 

Ohne freiwillige Helferinnen und Helfer lässt sich so etwas nicht auf die Beine stellen.

Gallacchi:Ja, wir sind sehr froh um die Hilfe von vielen Mitgliedern des TV St. Josef. Zudem helfen auch viele von der Guggenmusik Krach-Schnygge 1964 und von der Fasnachtsclique die Antygge 1969 mit. 

 

Und Sie selber engagieren sich weiter für das Turnier?

Gallacchi: Ich weiss nicht, ob ich es nächstes Jahr noch mache. Wir sind beide seit einigen Jahren dabei, waren auch schon Präsidenten des Vereins. 

Schwarz:Wir gehören zur letzten Generation, die mit dem Verein verwurzelt ist.

www.tvstjosef.ch

Letzte Änderung am Mittwoch, 02 August 2017 21:00

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