Dienstag, Dezember 12, 2017

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Viel Sonnenstrom vom Fernsehturm

Viel Sonnenstrom  vom Fernsehturm Swisscom

Am Chrischona-Fernsehturm hängt eine neue Solaranlage, die Strom für 30 durchschnittliche Haushalte liefert. Bis vor Kurzem war der Schaft des Chrischona-Turms, mit fast 251 Metern der höchste Sendeturm in der Schweiz, ausschliesslich grau. Neuerdings aber weist er auf der Südseite gegen Muttenz hin ab knapp 19 Metern Höhe – über den Baumwipfeln – vier 75 Meter lange, metallischschwarze Bahnen auf: Sie sind Teil einer Photovoltaikanlage, die die Swisscom zwischen August und Oktober erstellen liess. 

Freihängend montiert

Die vertikal angebrachten Solarpanels wurden ohne Gerüst, sondern freihängend am Seil von Berner Firmen montiert. Wochenlang waren die herunterhängenden Seile zu sehen, vor allem unter der Woche konnten die Monteure in luftiger Höhe beobachtet werden.

Besser am Turm als am Haus

Die neue Anlage besteht aus 435 Photovoltaik-Modulen und misst insgesamt 710 Quadratmeter, wie der «Vogel Gryff» von Swisscom-Sprecherin Sabrina Hubacher erfuhr. Das entspricht etwa einem mittelgrossen Bauernhof-Stalldach. Wer sich während der Bauzeit auf St. Chrischona umhörte, vernahm denn auch immer mal wieder von Spaziergängern die Meinung, dass es besser sei, Solarzellen an den Turm zu hängen als «jedes Hausdach» damit abzudecken. Auch die Bettinger Dorfbildkommission hatte sich für das Projekt ausgesprochen.Die Swisscom-Sprecherin gibt noch weitere Details zur Solaranlage preis: Das Gesamtgewicht der Installation beträgt 38 Tonnen, dazu sind etwa 1830 hochfeste Schrauben eingebaut, und das Ganze wurde mit 360 Dübeln in den Betonwänden verankert. Nichts sagen will sie hingegen über die Investitionskosten, die Amortisationsdauer oder die Herkunft der Photovoltaik-Module. Doch aus anderer Quelle erfuhr der «Vogel Gryff», dass die Kosten für die Anlage auf 450 000 Franken veranschlagt waren.

Strom im Turm verwendet

Die Jahresproduktion der neuen Anlage schätzt die Swisscom auf rund 118 000 Kilowattstunden, was dem Jahresverbrauch von etwa 30 durchschnittlichen Haushalten in der Schweiz entspricht. «Den gewonnenen Solarstrom bezieht der Sendestandort St. Chrischona direkt als Eigenstrom. Ein allfälliger Überschuss wird ins Stromnetz der Industriellen Werke Basel  IWB eingespeist», sagt Hubacher. Swisscom decke bereits seit 2010 den gesamten Strombedarf – etwa 430 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr – mit einheimischen erneuerbaren Energien und sei gleichzeitig eine der grössten Bezügerinnen von Sonnenstrom in der Schweiz, erklärt die Pressesprecherin weiter. «Mit dem in ihren 47 eigenen Solaranlagen produzierten Strom versorgt Swisscom all ihre Standard-Arbeitsplätze (PCs und Laptops) und einen Teil ihrer Server.» Mit vier weiteren neu erbauten Photovoltaikanlagen komme die Swisscom auf mittlerweile 52 Anlagen, die ab 2018 insgesamt 1950 kWp (gegen 1,75 GWh pro Jahr) produzieren. Das sind 20 Prozent mehr als noch 2016.

Fast halbes Jahr Sonnenschein

Den Bau der Solaranlage begründet Hubacher zum einen mit der langen Sonnenscheindauer auf dem Stadtbasler Hausberg: St. Chrischona weist überdurchschnittlich viele Sonnenstunden auf – im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt sind es rund zwölf Prozent mehr.  Konkret scheint die Sonne hier etwa 1720 Stunden pro Jahr, was 72 vollen Tagen oder 143 Tagen à 12 Stunden Tageslicht entspricht. Zweitens entspreche die Realisierung der Photovoltaikanlage  den Unternehmensstrategie-Schwerpunkte der Swisscom hinsichtlich nachhaltigem Wirtschaften und langfristiger Verantwortung, führt Hubacher weiter aus.

Letzte Änderung am Donnerstag, 23 November 2017 14:41

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