Dienstag, Februar 20, 2018

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Wettsteinquartier: «Parking bringt Mehrverkehr»

  • Mittwoch, 14 Februar 2018 10:12
  • geschrieben von  zen
«Der falsche Weg.» Roberto Rivetti kämpft gegen eine neue Tiefgarage unter dem Landhof. Mit Konzepten aus den Siebzigerjahren könne man die Verkehrsprobleme nicht lösen, sagt Rivetti. «Der falsche Weg.» Roberto Rivetti kämpft gegen eine neue Tiefgarage unter dem Landhof. Mit Konzepten aus den Siebzigerjahren könne man die Verkehrsprobleme nicht lösen, sagt Rivetti. Foto: zen

Roberto Rivetti von der IG «Quartierparking Landhof – Nein!» warnt vor 200 neuen Parkplätzen – auch wenn sie unterirdisch sind. 

 

Vogel Gryff: Herr Rivetti, was ist der Hauptgrund für Ihre Ablehnung des
unterirdischen Parkings?

Roberto Rivetti: Das Parking löst die Verkehrsprobleme im Wettsteinquartier gar nicht, sondern verschärft sie nur – und dies auf Kosten des Landhofs und der Quartierbewohner. Gemäss den gesetzlichen Vorgaben müsste, wenn ein Quartierparking gebaut wird, die gleiche Anzahl Parkplätze oberirdisch aufgehoben werden. Dies soll hier nicht geschehen. Unter dem Strich werden also auf einen Schlag 200 Parkplätze mehr im Quartier gebaut, was zwangsläufig zu Mehrverkehr führt.

 

Die Befürworter des Parkings widersprechen in diesem Punkt. Wenn es zu wenig Parkplätze habe, gebe es mehr Suchverkehr, sagen die Befürworter.

Im Wettsteinquartier gäbe es genug verfügbare Parkplätze – zum Beispiel in Parkhäusern in der näheren Umgebung, etwa bei der Messe oder am Badischen Bahnhof. Pendler stellen aber ihre Autos lieber auf die billigeren Parkplätze in den blauen Zonen im Quartier, für 10 Franken pro Tag. So viel kostet eine Besucherparkkarte. Wir haben kein Problem mit zu wenig Parkplätzen. Wir haben Probleme mit dem Verkehrsmanagement und der Parkraumbewirtschaftung. Pendler parkieren nicht dort, wo sie sollten oder kommen nicht mit dem ÖV, obwohl sie es könnten. Und die Besucherparkkarten sind zu billig.

 

Sie sagen, mit dem Parking werde der Landhof zerstört. Die Befürworter sagen, sichtbar sei nur die Einfahrt, der Rest sei unterirdisch.

Das ist schön gesagt, stimmt aber nicht. Durch die ganze Bautätigkeit wird der Landhof schwer beeinträchtigt. Eine bisher unversiegelte Fläche wird einfach versiegelt; der Boden, die Flora und Fauna werden danach nicht mehr dieselben sein.

 

Mit Ihrer Petition haben Sie bis zum 14. Februar 916 Unterschriften gesammelt. Wie geht Ihr Kampf weiter?

Wir werden die Petition bald einreichen, um zu zeigen, dass das Quartier das Parking nicht will – und um politisch Druck im Grossen Rat zu machen. Die IG wird auch versuchen, die Einsprachen gegen das Bauprojekt zu koordinieren. Wir bezweifeln, dass das Parkhaus mit maximal 1,7 Millionen aus dem Pendler­fonds rechtmässig mitfinanziert wird. Dies lassen wir prüfen. Beiträge aus dem Pendlerfonds können nämlich nur zugunsten eines umweltverträglichen Pendlerverkehrs verwendet werden. Doch was ist an diesem Parking umweltverträglich, wenn mehr motorisierter Individualverkehr entsteht? Ohne die Zuschüsse aus dem Pendlerfonds würde sich der Investor zurückziehen. Dies hat ein Investorenvertreter am «kleinStadtGespräch» vom 31. Januar bestätigt.

 

Können Sie das Projekt verhindern?

Ja. Das Quartier will das Parking nicht. Das Projekt widerspricht der Verkehrsstrategie des Kantons und auch dem Willen der Bevölkerung. Das Stimmvolk hat 2010 ja beschlossen, dass der motorisierte Verkehr um 10 Prozent reduziert werden muss. Die Mitfinanzierung durch den Pendlerfonds steht auf wackligen Beinen. Die Regierung kann sich nicht über all das hinwegsetzen. Unsere Verkehrsprobleme mit Konzepten aus den Siebzigerjahren lösen zu wollen, ist der falsche Weg.

 

www.quartierparking-landhof-nein.ch

 

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 14 Februar 2018 10:36

2 Kommentare

  • Kommentar-Link Roberto Rivetti Samstag, 17 Februar 2018 10:27 gepostet von Roberto Rivetti

    Guten Tag Frau Eymann
    Und können Sie uns allen hier auch sagen, warum Sie das Parking unter dem Landhof befürworten?
    Nachbarschaftliche Grüsse, Roberto Rivetti

  • Kommentar-Link Corinne Eymann-Baier Freitag, 16 Februar 2018 08:26 gepostet von Corinne Eymann-Baier

    916 Unterschriften (also Personen) entsprechen nicht einem Quartier! Und hat jemand geprüft ob diese Unterzeichner alle im Wettsteinquartier wohnen? Ich finde es unverschämt ständig zu behaupten „das Quartier will das Parking nicht“! Ich wohne im Quartier und befürworte das unterirdische Parking.

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