Samstag, April 20, 2019

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«Wir wenden fast jede Minute fürs Klima auf»

Laurin Hoppler und Livia Benedict kämpfen für ein besseres Klima. Laurin Hoppler und Livia Benedict kämpfen für ein besseres Klima. Foto: zen.
Zweimal zwei Lektionen haben sie in der Schule gefehlt, um fürs Klima zu demonstrieren. Was treibt junge Leute wie Livia Benedict (16) und Laurin Hoppler (17) an im Kampf für ein besseres Klima? Der «Vogel Gryff» hat die beiden getroffen. 
 
Seit wann interessieren Sie sich für den Klimaschutz?
Laurin Hoppler: Eigentlich schon mein ganzes Leben lang. Doch es gab lange Zeit keine Bewegung, bei der man sich dafür engagieren konnte. 
Livia Benedict: Über eine Jugendgruppe von Amnesty International habe ich mich schon länger für das Thema interessiert. Über eine Whatsapp-Gruppe habe ich gehört, dass ein Klimastreik organisiert werden soll. Da habe ich sofort mitgeholfen bei der Organisation. 
 
Welches Ziel verfolgen Sie konkret?
Livia: Die Bewegung Klimastreik Schweiz fordert, dass die Schweiz bis 2030 netto null Treibhausgasemissionen ausstösst. 
 
Wie weit werden Sie gehen, um das durchzusetzen?
Laurin: Wir werden dafür kämpfen, bis die Politik dieses Ziel klar definiert hat. Es sind weitere Aktionen geplant, etwa eine Demonstration am 2. Februar. Wichtig ist, dass alles gewaltfrei bleibt.
 
Wer macht bei Ihnen mit? Sind es auch Leute, von denen Sie das nicht gedacht hätten?
Laurin: Ja, tatsächlich sind Leute gekommen, die wir nicht erwartet hätten. Die politische Ausrichtung spielt bei uns ja auch keine Rolle, es geht allein ums Klima.
 
Wie oft haben Sie in der Schule wegen des Klimastreiks gefehlt?
Livia: Wir haben beide zweimal zwei Lektionen gefehlt.
 
Was sind die Konsequenzen?
Livia: Das kommt auf die Schule an, bis jetzt gab es eine entschuldigte Absenz als Konsequenz. Wir wären bereit, die verpassten Stunden in Form von gemeinnütziger Arbeit zu kompensieren.
 
Wie sehen Sie Ihre Bewegung? Ist das eine Art Revolution?
Laurin: Das nicht gerade, für eine Revolution müsste man ja ein System total ändern wollen. Aber es ist sicher eine wichtige neue Bewegung, die für ein äusserst wichtiges Thema kämpft.
 
Was leisten Sie selbst für den Klimaschutz?
Laurin: Ich esse fast kein Fleisch, nur an Festtagen. Und ich versuche, möglichst wenig zu fliegen. Und Pet zu vermeiden: Ich habe immer meine Glasflasche dabei, aus der ich trinke.
Livia: Ich esse viele lokale Produkte und auch fast kein Fleisch. Und ich trage fast nur Secondhand-Kleider.
 
Wieviel von Ihrer Zeit wenden Sie derzeit für ein besseres Klima auf?
Laurin: Momentan ist es fast jede Minute.
Livia: Ja, das ist wirklich so. 
 
Am Samstag, 2. Februar, ab 15 Uhr, findet in Basel eine weitere Klimademonstration statt. Sie startet am Barfüsserplatz und führt bis zum Messeplatz. Diese Route wollten die Behörden zuerst nicht bewilligen, aber nach Gesprächen mit der Bewegung Klimastreik Schweiz gaben sie grünes Licht dafür. «Wir rufen alle Familien, Eltern, Studierende, Grosseltern und Sympathisierenden dazu auf, uns durch die Innenstadt zu begleiten und für das Klima einzustehen», teilt die Schülerbewegung mit.
 
Letzte Änderung am Mittwoch, 30 Januar 2019 12:46

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