Freitag, September 21, 2018

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Geothermie in Riehen soll ausgebaut werden

Wollen die Erfolgsgeschichte weiterführen: von links: Markus Küng, Marcel Schweizer, Matthias Meier, Guido Vogel Wollen die Erfolgsgeschichte weiterführen: von links: Markus Küng, Marcel Schweizer, Matthias Meier, Guido Vogel Tobias Gfeller

In den kommenden Jahren wird nach neuen Thermalwasservorräten für Geothermiebohrungen gesucht.

Die Gemeinde Riehen und die IWB als Aktionäre der Wärmeverbund Riehen AG gaben im vergangenen Jahr grünes Licht für den Ausbau der Geothermie in Riehen. Verläuft alles nach Plan, soll 2022 eine zweite Bohranlage in Betrieb genommen werden. Heute präsentierten Vertreter der Wärmeverbund Riehen AG, der Gemeinde Riehen und der IWB ihre Pläne. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wird zunächst einmal näher geprüft, ob die wirtschaftlichen, finanziellen und geologischen Grundlagen ausreichend vorhanden sind. 

1988 fand der damalige baselstädtische Kantonsgeologe Lukas Hauber im Gebiet der Fondation Beyeler überdurchschnittliche Unterwasservorkommen. Die Geothermieanlage in Riehen ist eine Erfolgsgeschichte. Interessierte aus der ganzen Welt kommen nach Riehen, um sich die Anlage anzusehen, berichtete heute Marcel Schweizer, Verwaltungsratspräsident der Wärmeverbund Riehen AG, stolz. Erst kürzlich war eine chinesische Ministerin für Energieversorgung in Riehen zu Gast.

Die Voraussetzungen in Riehen für Geothermiebohrungen seien zwar ideal, doch garantiert, dass auch an einem anderen Standort Thermalwasservorräte gefunden werden, sei deshalb nichts, betonte Markus Küng, Geschäftsleitungsmitglied der IWB. Über mögliche Standorte sei noch gar nichts bekannt. «Wir stehen noch am Anfang unserer Planung. Wir wissen noch gar nicht, ob es überhaupt möglich sein wird, eine zweite Anlage zu bauen und in Betrieb zu nehmen», sagte auch Gemeinderat Guido Vogel.

Die Erdwärmegewinnung mittels Geothermie hat in Riehen bisher noch keine spürbaren seismischen Bewegungen ausgelöst, beruhigte Marcel Schweizer alle jene, die Angst vor möglichen Erdbeben haben. «Wir haben hier in Riehen ein anderes Verfahren als damals in Kleinhüningen, als es zu Erdbeben kam. Wir pumpen 67 Grad heisses Wasser aus 1,5 Kilometern Tiefe an die Oberfläche und ziehen diesem Wasser die Wärme ab. In Kleinhüningen wurde Wasser in fünf Kilometer Tiefe gepumpt, um anschliessend heissen Dampf hochzutragen.» Sorge müsse man sich deshalb keine machen, so Schweizer. Matthias Meier, Geschäftsführer der Wärmeverbund Riehen AG, ist optimistisch, die Infrastruktur und somit das Angebot der Wärmeverbund Riehen AG ausbauen zu können. Bisher beziehen ein Drittel der Riehener Bevölkerung ihre Wärmeenergie von der Wärmeverbund Riehen AG. Tendenz steigend. Damit die Erfolgsgeschichte weitergeführt werden kann, geht man in Riehen wieder auf die Suche nach unterirdischen Thermalwasservorräten.

Letzte Änderung am Donnerstag, 08 März 2018 12:39

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