Dienstag, Juli 16, 2019

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«Ich will 2020 an die Olympischen Spiele»

  • Samstag, 12 November 2016 10:30
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Christian Kirchmayr setzt alles auf die Karte Olympia. Christian Kirchmayr setzt alles auf die Karte Olympia. Foto: zVg./Marco Kunz

Der 22-jährige Christian Kirchmayr berichtet im Interview von seinem ambitionierten Ziel, den Qualen in der Physiotherapie und dem Leben als Badminton-Profi. 

VG:Herr Kirchmayr, mit dem SC Uni Basel Badminton spielen Sie in der Nationalliga A und sind ganz ordentlich in die neue Saison gestartet. Wie zufrieden sind Sie mit dem Saisonauftakt?

Christian Kirchmayr:Eigentlich sehr zufrieden, speziell mit dem Team. Ich bin in dieser Saison erstmals Captain und kann bereits nach vier Runden sagen, dass wir uns im Vergleich zum Vorjahr Fortschritte gemacht haben. Leider hat uns das Verletzungspech von Oliver Schaller und mir vielleicht ein paar Punkte gekostet. Nichtsdestotrotz haben wir gezeigt, dass wir gegen jedes Team bestehen können.

Was ist mit dem aktuellen Team möglich?
«The sky’s the limit».

Sie trauen Ihrem Team den Titel zu?
Unser Ziel ist es, die Playoffs zu erreichen. Danach kann jeder jeden schlagen, das haben die vergangenen Jahre gezeigt. Die Liga ist an der Spitze sehr ausgeglichen und darum glaube ich, dass der ganz grosse Coup möglich ist.

Neben dem Engagement im Interclub mit Uni Basel forcieren Sie seit zwei Jahren Ihre Einzelkarriere. Der zusätzliche Effort soll mit der Olympia-Qualifikation 2020 belohnt werden. Wie realistisch ist dieses Vorhaben?
Ich wohne nun seit zwei Jahren in Bern. Dort profitiere ich von optimalen Trainingsbedingungen am nationalen Stützpunkt. Inzwischen konnte ich mein Umfeld mit Physiotherapie und Fitnesstraining aufbauen. Für die Qualifikation muss ich in die Top 60 der Weltrangliste vorstossen und die nationale Nummer eins sein. Ich bin in vier Jahren 26 Jahre alt und damit im besten Badminton-Alter, derzeit die Nummer zwei der Schweiz und erhoffe mir in der Weltrangliste Fortschritte mit jedem Turnier, das ich spiele. Ich will an die Olympischen Spiele und bin davon überzeugt, dass ich es nach Tokyo schaffen kann.

Führen Sie uns kurz durch Ihren Wochenablauf.
Ich trainiere täglich zwei Mal. Pro Tag macht das fünf Stunden Training. Am Mittwochnachmittag nehme ich mir Zeit für Physiotherapie oder Regeneration. Abends widme ich mich dann meinem Jura-Studium. Dank der Fernuniversität kann ich Studium und Sport unter einen Hut bringen. An den Wochenenden bin ich dann zu Hause in Therwil und spiele Interclub mit Uni Basel.

Sie sprechen die Physiotherapie an. Manchmal kann sie richtig schmerzhaft sein.
(Lacht). Durch verschobene Wirbel sind bei mir Rückenschmerzen aufgetreten. Der Chiropraktiker hat alles wieder eingerenkt. Diese Behandlung führte zu heftigen Muskelverspannungen, die mein Physio mit kräftigem Reiben wieder lösen konnte. Die Durchblutung wird dabei angeregt und so kommt man an die tiefer liegenden Muskeln heran.

   

Sie setzen voll auf die Karte Olympia. Das bedeutet für Sie auch einen hohen finanziellen Aufwand.
Als Einzelsportler in einer Randsportart bringe ich zudem nicht die besten Voraussetzungen für Sponsoren mit. Am Anfang hatte ich auch tatsächlich Mühe, die Kosten, die durch Reise, Unterkunft und Verpflegung entstanden, zu decken. Mittlerweile erhalte ich Unterstützung vom Militär, vom Kanton durch den Sportfonds, von einigen persönlichen Sponsoren, durch Crowdfunding und seit kurzem erhalte ich einen Zustupf von der Stiftung «Basel ist Sport». Natürlich gehört auch die Familie zu meinen grossen Unterstützern. Würde sie nicht hinter mir stehen, hätte ich den Schritt nach Bern nicht gewagt.

www.christiankirchmayr.ch

 

Uni Basel Badminton auf Playoff-Kurs
Das NLA-Team vom SC Uni Basel Badminton hat einen ordentlichen Start in die neue Saison hingelegt. Nach zwei Siegen gegen Genf (5:3) und Yverdon (5:3) teilte sich die Basler die Punkte im Duell mit dem aktuellen Leader Argovia (4:4) und St. Gallen-Appenzell (4:4). Zuletzt setzte es beim BC Adliswil die erste Niederlage (3:5) ab. Der Therwiler Christian Kirchmayr musste sein Einzel verletzungsbedingt aufgeben. Mit elf Punkten liegt das Team von Spielertrainer Rémy Matthey de l’Etang derzeit auf Rang vier, welcher nach der Qualifikation für die Playoffs berechtigen würde. Für Uni Basel geht es am Sonntag, 27. November (15.00 Uhr, Vitis Sportcenter), im Heimspiel gegen La Chaux-de-Fonds

www.scunibaselbadminton.ch  

Letzte Änderung am Samstag, 12 November 2016 17:50

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