Dienstag, Dezember 12, 2017

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VW-Käfer mit neuem Turbo-Motor

  • Samstag, 10 Juni 2017 08:21
  • geschrieben von  ilo
Silvan Wicki will an der U23 EM in den 200-Meter-Final. Silvan Wicki will an der U23 EM in den 200-Meter-Final. Foto: ilo (Archiv)

Der 22-jährige Riehener Silvan Wicki gehört seit geraumer Zeit zu den besten Sprintern der Schweiz. Im Interview mit dem Vogel Gryff erklärt Wicki, warum er noch nie so fit war. 

VG:Herr Wicki, am Pfingstmontag fehlte Ihr Name auf der Startliste des Susanne Meier Memorial. Wo zwickt’s?
Silvan Wicki: Vor drei Wochen zog ich mir beim Staffel-Training nach den Schweizer Vereinsmeisterschaften in Winterthur ein leichte Zerrung der Adduktoren zu.

Wann steigen Sie wieder wettkampfmässig ein?
Es ist nichts Dramatisches. Ich konnte weitertrainieren und werde bereits am kommenden Wochenende am Meeting in Genf an den Start gehen.

Wie fällt Ihre bisherige Saisonbilanz aus?
Die Vorbereitung lief planmässig, wobei wir am Trainingsaufbau einiges verändert haben im Vergleich zur letzten Saison. Es stand nicht die Quantität sondern die Qualität im Fokus.

Was meinen Sie genau mit Qualität?
Ganz einfach erklärt: Im letzten Jahr habe ich meinen Körper so trainiert, dass er funktioniert, wie der Motor eines VW Käfers - zuverlässig und hält lange. In diesem Jahr habe ich meinem Körper durch die Trainingsanpassung einen Turbo-Motor eingebaut. Mehr Maximalkrafttraining und mehr Training im Hochgeschwindigkeitsbereich standen auf dem Plan. Die Arbeit an der effektiven Schnelligkeit haben wir in der Vergangenheit etwas vernachlässigt.

Haben die Veränderungen die gewünschten Ergebnisse geliefert?
Diese Anpassung hat sich bewährt. Ich bin sehr gut in die Saison gestartet. Am wichtigsten aber ist, dass ich mich absolut fit fühle. Es fehlen zwar noch die ganz schnellen Zeiten, was vor allem auf die etwas ungünstigen Windverhältnisse bei meinen Läufen zurückzuführen ist. Bei guten Bedingungen kann ich sehr schnell sein.

Eines Ihrer Ziele, die U23-EM-Limite über 200 Meter, haben Sie bereits erreicht (an der SVM in Winterthur in 21.03s, Anm. d. Red.).
Diese Limite und die Qualifikation für die Universiade in Taipeh waren das Minimalziel und da ich weiss, dass ich richtig schnelle Zeiten laufen kann, wenn die Bedingungen stimmen, ist die Finalqualifikation an der U23 EM in Polen das nächste Ziel. Was an der Universiade möglich ist, kann ich nur schwer abschätzen. Das Niveau dürfte ähnlich, vielleicht sogar etwas höher sein als an der EM.

Neben Ihrer Paradedisziplin, dem 200-Meter-Lauf, sind Sie auch Teil der 4x100-Meter-Staffel.
Die Staffel ist auch in dieser Saison sicher ein Thema. Am vorletzten Wochenende ging sie in Weinheim zum ersten Mal an den Start. Ich war eigentlich auch eingeplant, musste dann aber verletzungsbedingt passen. Für die Staffel ist in diesem Jahr die Team-EM interessant, an der ich aber nicht teilnehmen werde. Anfang August steht dann noch die WM in London auf dem Programm. Für die WM-Qualifikation müssten wir wohl den Schweizer Rekord (38.54s, Anm. d. Red.) unterbieten.

 

WM-Limiten und Meeting-Rekord
Am 54. Susanne Meier Memorial im Stadion Schützenmatte traf sich am Pfingstmontag ein Teil der Schweizer Leichtathletik-Elite und zeigte einige Spitzenleistungen. Petra Fontanive vom LAC TV Unterstrasse Zürich über 400m Hürden (55.12s/Persönliche Bestleistung) und Angelica Moser vom LC Zürich im Stabhochsprung (4.55m/neuer Schweizer U23-Rekord) erfüllten mit ihren Leistungen die WM-Limiten für London 2017. Gregory Ott von LAS Old Boys Basel warf die Kugel dreimal über die 17-Meter-Marke und erzielte mit einer Weite von 17.65m einen neuen Meeting-Rekord.

Letzte Änderung am Samstag, 10 Juni 2017 08:27

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