Sonntag, Juli 23, 2017

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«Basel ist eine Wasserball-Hochburg»

  • Samstag, 08 Juli 2017 07:55
  • geschrieben von  ilo
Paola de Feo - Basels Topscorerin - in Aktion. Paola de Feo - Basels Topscorerin - in Aktion. Foto: zVg./Varadi (Archiv))

Der Traum vom 10. Meistertitel ist geplatzt, doch die Wasserballerinnen vom WSV Basel und der langjährige Coach Michel Grasso (50) wollen wieder angreifen. 

VG:Herr Grasso, Ihre Mannschaft hat die gesamte Saison dominiert, Sieg an Sieg gereiht. Warum hat es am Ende dennoch nicht zum Titel gereicht?

Michel Grasso: Da gibt es verschiedene Gründe. Zum einen war unser Finalgegner Horgen in den drei Finalspielen die bessere Mannschaft. Das muss man neidlos anerkennen. Schwerer tue ich mich mit der Verbandspolitik, die es Horgen ermöglichte eine Ausnahmespielerin für die letzten Spiele zu lizenzieren, da das Transferfenster seit dem 1. Juni wieder offen ist. Das Problem ist, dass keine Liga in Europa so spät noch im Meisterschaftsbetrieb ist und Wechsel vor den Playoffs erlaubt. Neun Treffer erzielte die Spielerin in der Final-Serie, war also entscheidend am Titelgewinn beteiligt. Der Verband hat mit dieser Regelung die Meisterschaft verfälscht. Meiner Mannschaft kann ich nichts vorwerfen. Wir haben das Optimum herausgeholt. Am Ende haben Nuancen gegen uns entschieden.

Seit 1993 sind Sie das prägende Gesicht des Basler Wasserballsports. Wie sind Sie damals zu dieser in der Schweiz eher unbekannten Sportart gekommen?
Ich war lange Wettkampfschwimmer. Während der Saisonpause haben wir damals oft eine Wasserball-Woche eingelegt. Das hat zu Beginn der 90er Jahre angefangen und irgendwann hat es uns gepackt. Wir haben uns entschlossen, eine Damen-Mannschaft auf die Beine zu stellen. Im Herbst 1993 nahm der WSV Basel erstmals an der Schweizer Meisterschaft teil.

Wie hat sich der Sport in Basel entwickelt?
Wenn man sich das Palmarès des Vereins anschaut - neunmal Meister, dreimal Cupsieger, zweimal Team des Jahres -, dann dürfen wir durchaus stolz sein, was inzwischen entstanden ist. Hinzu kommen einige Teilnahmen am Europa-Cup. Seit wir vor fast 25 Jahren das Projekt lanciert haben, ist Basel vor allem bei den Damen zur Wasserball-Hochburg geworden. Auch im Junioren-Bereich tut sich etwas. In Zusammenarbeit mit der SSG Weil am Rhein führen wir eine Wasserballschule für Kinder im Alter zwischen acht und 14 Jahren. Die 13-jährige Elise Frisch ist die erste Spielerin aus dieser Schule, die nun bereits zu Einsätzen in der NLA gekommen ist.

Woher nehmen Sie nach einer so langen Zeit die Motivation?
Natürlich treibt mich das Streben nach dem 10. Meistertitel und dem nächsten Cupsieg an. Ich sehe noch sehr viel Potenzial in dieser Mannschaft. Auch die Juniorenförderung ist eine schöne Aufgabe. Und letztlich ist Wasserball einfach meine Sportart.

Was fasziniert Sie an Wasserball?
Die Komponenten Kampf, Bewegung im Wasser, Technik und Taktik machen Wasserball zu einer unwahrscheinlich dynamischen Sportart. Es ist ein Sport , der den Sportlern physisch alles abverlangt.

www.wsvbasel.ch

Letzte Änderung am Samstag, 08 Juli 2017 08:13

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