Dienstag, Dezember 12, 2017

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«So alt werden wie eine Schildkröte»

  • Freitag, 24 November 2017 23:21
  • geschrieben von  ilo
Bei den Riehen Turtle steht der Spass am Spiel an erster Stelle. Bei den Riehen Turtle steht der Spass am Spiel an erster Stelle. Foto: zVg.

Neben dem Sport steht beim jungen Unihockey-Team der «Riehen Turtles» vor allem die Freundschaft im Vordergrund. 
Hawaii, Sonnenschein, perfekter Sandstrand, türkisfarbenes Meer, Sonnenliege und ein erfrischender Drink. In genau dieser Szenerie haben vor bald vier Jahren zwei Riehener Jungs beschlossen, einen Unihockey-Verein zu gründen: Yves Wüthrichs und Tim Luginbühls Idee wird bereits kurz nach der Rückkehr umgesetzt. Im Riehener Landgasthof kommt es im März 2014 ganz of ziell zur Gründung der Riehen Turtles.

Spieler aus anderen Sportarten
Aus den anfangs sechs Kumpels wächst bis zum ersten Training in der Turnhalle des Primarschul- hauses am Erlensträsschen ein 18 Mann starkes Team heran. Es besteht aus ehemaligen Unihockeyspielern wie Wüthrich (aktueller Spielertrainer), aus Ex-Eishockey-Profis wie Severin Brand und vielen anderen, die zum allerersten Mal mit dieser Sportart in Berührung kommen. Alle haben jedoch etwas gemeinsam: Man ist seit vielen Jahren miteinander befreundet.

Wieder Kontakt dank Turtles
Auch Jonas Schöni, Sportstudent, Vizepräsident und Torhüter der Turtles, ist einer dieser Unihockey-Neulinge. Er ist hellauf begeistert von der Sportart. «Dass sich so viele Freunde zusammen inden, um Unihockey zu spielen, ist schon toll. Bei einigen ist der Kontakt nach der Primarschule abgebrochen und erst durch die Turtles wieder neu entstanden. Das ist speziell schön», meint Schöni im Gespräch mit dem «Vogel Gryff».

Vogel Gryff: Herr Schöni, wie ist der doch eher ungewöhnliche Name Riehen Turtles entstanden?
Jonas Schöni: Yves und Tim haben in Hawaii unglaublich viele Schildkröten gesehen und diese Tiere hinterliessen offensichtlich einen bleibenden Eindruck auf die Beiden. Zudem war es auch das Ziel, von diesen typischen Vereinsnamen wie Tigers, Eagles oder Lions wegzukommen. Die Turtles waren dafür der ideale Gegensatz, wobei die Schildkröte gerne unterschätzt wird.

 

Inwiefern?
Sie wird zum Beispiel sehr alt. Wir wollen als Club auch so alt werden wie eine Schildkröte.

Die Schildkröte gehört ausserdem sicher zu den gemütlicheren Wesen. Das passt ebenfalls zu Ihrer Mannschaft, oder?
Absolut. Ich würde sogar sagen, dass dieser Wesenszug die Riehen Turtles am besten charakterisiert. Denn bei uns steht das gemeinsame Spielen mit Freunden an erster Stelle. Der sportliche Erfolg ist sekundär.

Trotzdem hat Ihr Spielertrainer angekündigt, mittelfristig bis in die 3. Liga aufsteigen zu wollen. 
Wir sind sehr gut gestartet und belegen aktuell Rang vier. Vielleicht liegt in dieser Saison tatsächlich etwas drin. Um konstant auf höherem Niveau spielen zu können, müssten wir allerdings deutlich mehr Trainingsaufwand betreiben. Ein Aufstieg in die 3. Liga würde uns jedoch vor allem aus einem Grund sehr entgegenkommen: Wir könnten unsere Partien am Samstag austragen und nicht wie bisher am Sonntagmorgen. Sie können sich ja vorstellen, dass es als Torhüter auch in der 5. Liga nicht angenehm ist, wenn die Vorderleute, geschwächt von einer durchzechten Nacht, kaum Schüsse blocken (lacht).

Wie sind Sie eigentlich zu Ihrer Aufgabe als Goalie gekommen? 
Ich habe Yves zufällig im Ausgang angetroffen. Seit dem Ende der Primarschule hatten wir uns aus den Augen verloren. Er hat mich sofort auf seine Idee angesprochen. Er erzählte mir, sie seien noch auf der Suche nach einem Torhüter. Es mag komisch klingen, aber ich war schon immer ein begeisterter Goalie, egal in welcher Sportart. Ich bin immer gerne zwischen die Pfosten gestanden und habe ihm darum zugesagt.

Am 17. Dezember kommt es zum Spiel gegen den UHC Riehen. Wie viel Brisanz steckt in diesem Derby?
Bis auf drei Spieler sind alle Turtles in Riehen oder Bettingen aufgewachsen. Man kennt sich. Der Freund meiner Schwester spielt beim UHC. Der Derbygedanke ist also sicher vorhanden, auf einer freundschaftlichen Ebene. Das Riehen-Derby verliert natürlich keiner gerne.

 

Letzte Änderung am Freitag, 24 November 2017 23:47

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